Was ist das Ziel unseres Vereins? – Der Weg ist das Ziel!

Die Antwort ist einfach: Ein attraktives Flurlingen. Doch was bedeutet das konkret? Wann ist Flurlingen attraktiv?
Die Antwort darauf liegt in der Wahrnehmung der Mehrheit der Bevölkerung – Flurlingen ist attraktiv, wenn es von der Mehrheit als solches empfunden wird.

Der Weg zur Mehrheitsfähigkeit: Die Herausforderung besteht darin, den richtigen Weg zur Mehrheitsfähigkeit zu finden. Dabei sind mehrere Aspekte notwendig:

  • Breite Meinungsbildung: Wir müssen die Meinung der Bevölkerung in der Breite erfassen und verstehen.
  • Offene Diskussionen: Lösungsansätze müssen ergebnisoffen diskutiert werden, um verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen.
  • Vergleich von Varianten: Unterschiedliche Optionen müssen sowohl qualitativ als auch quantitativ mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen verglichen werden.
  • Transparente Finanzierung: Es muss klar aufgezeigt werden, wie die einzelnen Vorhaben finanziert werden – sowohl für jedes einzelne Projekt als auch für die Gesamtheit aller geplanten Massnahmen.

Dies ist der Kern gelebter direkter Demokratie – und genau dazu wollen wir als Verein beitragen. Wir haben deshalb das Umfragetool Mentimeter angeschafft. Dieses wurde bereits in der letzten Generalversammlung erfolgreich eingesetzt und soll auch in Zukunft genutzt werden, um die Bedürfnisse und Wünsche der Bevölkerung – also von Euch – aktiv und in der Breite abzuholen.

Gemeinsam gestalten wir ein attraktives Flurlingen – mit einer offenen, transparenten, unvoreingenommenen und demokratischen Herangehensweise!

 

2. Generalversammlung: – viel erreicht, viel vor uns
Mit 41 Vereinsmitgliedern konnte Präsident Thomas Altenburger fast ein Drittel unseres Vereins zur Generalversammlung begrüssen. Eine gewisse Enttäuschung, dass es nicht mehr waren, war nicht zu verkennen. In gewohnter Manier führten er und Kassier Daniel Fink flink durch die Geschäfte. Sämtliche Vorstandsmitglieder und die Rechnungsrevisoren wurden ohne Gegenstimmen wiedergewählt. Die Jahresrechnung und das Budget wurden ohne Gegenstimmen genehmigt.

Der Präsident blickt auf ein intensives zweites Vereinsjahr mit vielen Aktivitäten und Projekten innerhalb des Vereins sowie in der Gemeinde zurück, an welchen sich auch die Mitglieder des Vereins aktiv und konstruktiv eingebracht haben. Beispiele sind die aktive Teilnahme an den Bevölkerungsworkshops zur Entwicklung der Siedlungsentwicklungsstrategie und die Vertretung des Vereins in den Begleitgremien der Siedlungsentwicklungsstrategie und schulergänzenden Betreuung sowie die Teilnahmen an unseren Anlässen zur Meinungsbildung. Erfreulich ist die positive Entwicklung im Austausch mit den Behörden zu einem offenen und konstruktiven Dialog über den Stand von Projekten, geplante Vorhaben, Einbezug der Bevölkerung etc.

«Wir haben uns als Teil des politischen Prozesses in Flurlingen etabliert, wir schaffen es, eine ansprechende Zahl an Interessierten für unsere Anlässe zu mobilisieren und Flurlingen hat die politischen Diskussionen wieder entdeckt»

lautete das Fazit für das zweite Vereinsjahr. Was sich Thomas Altenburger noch mehr wünscht, sind mehr Teilnehmende an allen Anlässen der Behörden.

Für Details siehe Präsentation und Protokoll.

 

Hilari-Budgetgemeindeversammlung 2025 – Die Zitrone sei ausgepresst
An der Hilari-Gemeindeversammlung 2024 hat unser Verein einen Antrag gestellt: «Die politische Gemeinde wird zusammen mit der Schulgemeinde beauftragt, bis zur Budgetversammlung im Januar 2025 eine gemeinsame Finanzplanung (5 Jahre) vorzulegen und Sparmassnahmen aufzuzeigen.»

An der Hilari-GV 2025 wurde unser Antrag beantwortet: Der «konsolidierte» Finanzplan zeigt, dass in naher Zukunft deutliche Steuererhöhungen anstehen, um die erwarteten Ausgabenüberschüsse zu decken. Einsparpotenzial bestehe keines. Die Zitrone sei ausgepresst.

Klar ist, dass ein grosser Teil der Kosten gebunden sind. Basierend auf den zur Verfügung stehenden Informationen ist eine Beurteilung, ob es kein Handlungsspielraum gibt, nicht möglich. Vor diesem Hintergrund hat Thomas Altenburger darauf hingewiesen, dass ein deutliches Kostenbewusstsein und die Konzentration auf die notwendigen Ausgaben wichtig sind.

Der Vergleich mit einer Zitrone erscheint uns nicht optimal. Eine Gemeinde soll auch nicht ausgepresst werden. Denn der Steuerfuss ist nur ein Element, das zur Attraktivität einer Gemeinde beiträgt. Investitionen in die Weiterentwicklung sind selbstverständlich notwendig. Dabei wird man aber nicht darum herumkommen, kostenbewusst zu arbeiten und Prioritäten zu setzen.

 

Behördenwahlen 2026 – Kennst Du Interessenten und Interessentinnen?
Mit den vielen grossen und herausfordernden Projekten in unserer Gemeinde sind – wie in der Privatwirtschaft – immer wieder neue Kompetenzen gefragt. Ein Vereinsziel ist, dass wir uns bei der Suche nach Behördenmitgliedern einsetzen und dabei Kompetenzen in den Vordergrund stellen. Der Vorstand ist mit den Behörden (politische Gemeinde, Primarschulgemeinde Flurlingen, Rechnungsprüfungskommission sowie Sekundarschulgemeinde Uhwiesen) im Austausch, um frühzeitig von Vakanzen Kenntnis zu haben.

Welche Rolle soll unser Verein bei der Suche nach Kandidierenden einnehmen? Sollen wir aktiv Kandidierende suchen und unterstützen oder uns auf eine neutrale Position beschränken? Die Ergebnisse unserer Mentimeter-Umfrage (mit Skala 1 «auf keinen Fall» bis 10 «unbedingt») an der Generalversammlung ergeben folgende Haltung des Vereins:

  • Der Verein soll für Ämter in den Behörden Kandidierende suchen (8.5).
  • Interessentinnen und Interessenten sollen zur Wahl empfohlen werden (8.1).
  • Geteilt und weniger überzeugt ist man bei der Frage, ob Empfehlungen zu allen Kandidierenden abgegeben werden sollen (5.5).
  • Wenig eindeutig ist auch die Haltung bezüglich des Einbezugs der Mitglieder in die Meinungsbildung (6.8).

Der Vorstand ruft die Mitglieder auf, aktiv auf mögliche Interessentinnen und Interessenten zuzugehen und dem Vorstand zu melden oder diese an den Vorstand zu verweisen.

 

Wo stehen wir bei den vielen Vorhaben in Flurlingen?
Der Vorstand tauscht sich periodisch mit den Behörden aus. Gerne fassen wir den Stand und die nächsten Schritte einiger wichtigen Themen zusammen:

  • Eiserner Steg: Die Brücke zwischen Flurlingen und Neuhausen ist in die Jahre gekommen. Der Gemeinderat bevorzugt eine Sanierung. Derzeit prüft er die künftige Nutzung, Varianten einer Sanierung, Kostenbeteiligungen etc.
  • Siedlungsentwicklungsstrategie: Die Siedlungsentwicklungsstrategie wurde vom Gemeinderat genehmigt. Derzeit wird ein Arbeitsprogramm ausgearbeitet. Das Schlussprodukt soll der Bevölkerung vorgestellt werden.
  • Projekt Betreuungshaus: Die Projektgruppe für eine «Familien- und Schulergänzende Betreuung» hat sich für noch mehr Power für dieses wichtige und dringende Thema neu zusammengesetzt. Für die zweite Jahreshälfte ist eine Informationsveranstaltung und ein Antrag für einen Planungskredit geplant.
  • Einheitsgemeinde: Der Gemeinderat und die Schulpflege Flurlingen prüfen den Zusammenschluss von Schule und Gemeinde. Aktuell überwiegen die Chancen, was uns freut. Bei einem Zusammenschluss muss die Gemeindeordnung angepasst werden. Wir haben eingebracht, dass eine Ausweitung der Rechnungsprüfungskommission (RPK) auf eine Geschäftsprüfungskommission (GPK) sowie die Einführung einer «vorberatenden Gemeindeversammlung» geprüft und die Vor- und Nachteile aufgezeigt werden sollen. Diskutiert haben wir auch die Institutionalisierung von Kommissionen, so zum Beispiel im Baubereich, wo viele Vorhaben anstehen. Für die zweite Jahreshälfte ist ein Informationsanlass sowie eine Urnenabstimmung geplant. Ziel ist, dass die Behördenwahlen auf Basis der neuen Gemeindeordnung erfolgen würden.
  • Flurlingen hat Geburtstag: Nächstes Jahr wird Flurlingen 1150 Jahre alt. Im Budget haben wir 500 Franken als Beitrag vorgesehen. Auch der Gemeinderat macht sich Gedanken, wie dies gefeiert werden soll.
  • Strassenbeleuchtung: Wir haben auf Anregung von Mitgliedern das Beleuchtungskonzept geklärt. Eine Ausweitung der Beleuchtungszeiten ist nicht geplant. Hingegen ist die Umstellung auf LED-Beleuchtungen in Planung.
  • Verkehrskonzept: Derzeit wird das Verkehrskonzept überarbeitet. Dieses basiert auf der Siedlungsentwicklungsstrategie. Aber auch die künftige Nutzung des Eisernen Stegs wird ein zentrales Element.
  • Bau- und Zonenordnung: Derzeit wird die Bau- und Zonenordnung überarbeitet. Diese basiert ebenfalls auf der Siedlungsentwicklungsstrategie.

 

Digitaler Dorfplatz – 85% sind für eine Einführung
Die Gemeinde Lohn betreibt seit einiger Zeit mit Erfolg einen «digitalen Dorfplatz». Weil mittlerweile alle Haushalte über dieses zeitgemässe Kommunikationsinstrument erreicht werden können, konnte die Printausgabe des Gemeindeblattes aufgegeben werden. Claudia Schmid-Gebert, Gemeindeschreiberin von Lohn, und Ramona Rickli von der Plattformanbieterin Crossiety haben in ihren anregenden Referaten aufgezeigt, wie ein digitaler Dorfplatz funktioniert.

Die Idee hat eine grosse Zustimmung erfahren. 85% der Anwesenden sprachen sich dafür aus, einen solchen Dorfplatz in Flurlingen einzuführen.
Für Details siehe Präsentation und Webseite.

 

Termine – Die nächsten Agendaeinträge
Bitte tragt Donnerstag, 12. Februar 2026, 19.00 Uhr fett in Eurer Agenda ein – die nächste Generalversammlung unseres Vereins. Weitere Termine findet Ihr auf unserer hier.

PS: Noch mehr Informationen findet Ihr in den Schaffhauser Nachrichten