1. ordentliche Generalversammlung mit Referat zum Thema Einheitsgemeinde

Die erste Generalversammlung des Vereins «Attraktives Flurlingen» fand reges Interesse; 45 Vereinsmitglieder konnte Präsident Thomas Altenburger begrüssen.

Effizient führte er und Kassier Daniel Fink durch die Geschäfte. Erster Höhepunkte bildete die Verstärkung des Vorstands mit Thomas Wenzler und Thomas Albrecht. Beide verfügen über langjährige Erfahrung im Bauwesen, was für die aktuellen Themen in Flurlingen hilfreich ist. Der Vorstand (siehe Foto von links nach rechts) setzt sich neu aus Marcel Brogle, Thomas Wenzler, Thomas Albrecht, Thomas Altenburger und Daniel Fink zusammen.

“Von Null auf 100 in einem Jahr?”, lautete die rhetorische Einstiegsfrage in den Jahresbericht des Präsidenten. Ja ist die Antwort bezüglich der Anzahl Vereinsmitglieder, welche 107 beträgt. Dies widerspiegelt den Bedarf für eine Plattform, um kommunale sachpolitische Themen besser verstehen, diskutieren und mehrheitsfähig entwickeln zu können. Inhaltlich sind wir aber noch nicht bei 100% angelangt. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass wir im Dorf “Demokratie wieder lernen müssen”, da es seit längerem keine Gemeindevereine mehr gibt, welche sich mit sachpolitischen Themen auseinandersetzen. 

Willst Du mehr über das erste Vereinsjahr erfahren? Hier geht es zur Präsentation und zum Protokoll.

Einheitsgemeinde

Tobias Diener, Gemeindepräsident von Fällanden, hat uns nach der Generalversammlung in einem lebhaften Referat über die Hintergründe, die Motive und die Prozesse eingeweiht, die zur Schaffung der Einheitsgemeinde in Fällanden geführt haben. 

Nachdem die Gemeinde schon zwei Mal entsprechende Vorlagen abgelehnt hatte, wurden die Gründe des Nein analysiert. Und die lagen in der ablehnenden Haltung der Schulgemeinde. Daher hat er zunächst viel Zeit investiert, um die Schulbehörde von den Vorteilen der Einheitsgemeinde zu überzeugen. Und die lagen und liegen für ihn auf der Hand. Erstens, so Tobias Diener, sei es grundsätzlich nicht logisch, für eine bestimmte kommunale Aufgabe eine gesonderte Körperschaft zu schaffen. Schliesslich komme ja auch niemand auf die Idee, eine “Altersgemeinde” zu fordern. 

Aber darüber hinaus zeigte Tobias Diener auch ganz praktische Vorteile auf. Auf strategischer Ebene sind das eine integrale Siedlungsentwicklung und eine einheitliche Liegenschaftsstrategie. Auf taktischer Stufe könne in der Einheitsgemeinde die Betreuung Jugendlicher durchgängig erfolgen. Und schliesslich habe man sehr viel operatives Potential in “Shared Services” (Personal, IT, Liegenschaften etc.) erkannt. Und nicht zuletzt sei es für den Schulpräsidenten mehr als nur sinnvoll, bei allen relevanten Themen gleich mit am Tisch der politischen Gemeinde zu sitzen. 

Diener räumte ein, dass viele dieser Vorteile auch durch eine gute Zusammenarbeit zwischen den Behörden realisiert werden können. Das sei aber immer von Personen abhängig. Mit der Einheitsgemeinde habe man Strukturen geschaffen, mit denen sichergestellt wird, dass gesamthaft optimiert werde. 

In der lebhaften Diskussion im Anschluss an sein Referat hat Tobias Diener nochmals betont, dass niemand in Fällanden den alten Zeiten nachtrauere. Auch nicht der Schulpräsident…

Moderator Daniel Fink hat zum Abschluss des Abends folgende Erkenntnisse für Flurlingen zusammengefasst:

  1.  Ob sich Flurlingen auf den Weg zu einer Einheitsgemeinde begeben soll, ist noch völlig offen. Mit dem Referat von Tobias Diener wurden zum ersten Mal Impulse zum Nachdenken gesetzt.
  2. Im Rahmen der Siedlungsentwicklung muss die Schulgemeinde mit ihren Bedürfnissen und ihren Liegenschaften vollständig eingebunden werden. Wenn das jetzt nicht geschieht, würde auch die Schaffung einer Einheitsgemeinde in ein paar Jahren nicht mehr viel bringen.
  3. Zwei kleine organisatorische Tipps vom Pfannenstiel sind für Flurlingen beachtenswert: Das beste Zeitfenster für Workshops in der Gemeinde ist offenbar am Samstag von 10 bis 14 Uhr und mit Online-Veranstaltungen kann man möglicherweise Leute (vor allem Junge) ansprechen, die bei physischen Veranstaltungen fehlen.

Willst Du mehr über das das Referat zur Einheitsgemeinde erfahren? Hier geht es zur Präsentation.