Fast 60 % der Vereinsmitglieder haben an der Umfrage zum geplanten Betreuungshaus teilgenommen, herzlichen Dank dafür!
An dieser Stelle möchten wir uns nochmals für die berechtigten Hinweise zum Tool und zu den Fragen bedanken; wir werden die Inputs bei zukünftigen Umfragen berücksichtigen.
Trotz der einen oder anderen Unklarheit bei der Umfrage lassen sich dennoch aus den Rückmeldungen klare Tendenzen ableiten.
Eine grosse Mehrheit ist für ein Betreuungsangebot in Flurlingen, dabei nicht nur für den Pflichtteil mit den Tagesstrukturen sondern auch für eine Kita.
Ebenso klar ist das Resultat bezüglich den Planungskrediten über die wir am 29. Oktober abstimmen werden. 60% der Teilnehmenden lehnen die beiden Planungskredite ab, während nur rund 26% zustimmen.
Was sind die Gründe für die ablehnende Haltung:
- Hohe Kosten: Die Investition von bis zu CHF 9.4 Mio. ist für Flurlingen aussergewöhnlich hoch und es stehen weitere grosse Investitionen wie Eiserner Steg oder Rheintalsaal an. Alleine der Betrieb der Betreuungshauses könnte den Steuerfuss um 10 bis 20% erhöhen – das verlangt nach grösster Sorgfalt.
- Fehlende Gesamtplanung: Eine umfassende Planung für das gesamte Rheintalareal, inklusive Schulanlagen, Verkehr, altersgerechtem Wohnen und dem Kindergarten Aussergründen fehlt bisher.
- Unklare Bedarfsanalyse: Der tatsächliche Bedarf an Kita-Plätzen und Tagesstrukturen und seine zukünftige Entwicklung wird kritisch hinterfragt – eine solide Grundlage für eine Investition in dieser Höhe ist unerlässlich – reicht z.B. nur eine Kita-Gruppe?
- Überdimensionierung des Projekts: Die Fläche hat sich mehr als verdoppelt (von 600 m² auf 1’440 m²) – das wirkt überrissen und nicht verhältnismässig.
- Verpasste Alternativen: Günstigere Varianten aus der ursprünglichen Machbarkeitsstudie wurden nicht weiterverfolgt – eine erneute Prüfung wäre angebracht.
- Gefahr von Fehlinvestitionen: Wird der Planungskredit angenommen, aber der spätere Baukredit abgelehnt, droht ein Verlust von fast CHF 1 Mio. – wie beim Rheintalsaal.
- Fehlende Übergangslösungen: Der lange Zeithorizont bis zur geplanten Eröffnung 2029/30 bedarf einer pragmatischen Übergangslösung (z. B. Container, bestehende Räume), um den Bedarf kurzfristig zu decken. Dies würde auch Zeit schaffen um eine Gesamtplanung durchzuführen.
Das Ergebnis der Umfrage findet ihr hier:
Wir rufen alle dazu auf, an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung vom 29. Oktober 2025 teilzunehmen und ihre Stimme abzugeben.
Beim Planungskredit und dem geplanten Betreuungshaus handelt sich um eine sehr grosse Investition für Flurlingen und das verdient unsere ganze Aufmerksamkeit. Es ist wichtig, dass viele Stimmberechtigte an der Gemeindeversammlung teilnehmen, damit ein möglichst klares und repräsentatives Bild entsteht.
An der Gemeindeversammlung kann ein Drittel der Anwesenden verlangen, dass die Vorlage auch noch an die Urne kommt. Damit würden alle Stimmbürger über den Planungskredit wie auch den späteren Baukredit entscheiden. So liesse sich hoffentlich eine Situation wie beim Rheintalsaal verhindern.
Auf jeden Fall ist es wichtig, an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung teilzunehmen!
